Kuhz an der Knatter I Uckermark

Lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung siedelten die Slawen auf der Gemarkung des heutigen Kuhz. Rudimente eines alten slawischen Burgwalls sind bis heute erhalten. Im Jahre 1239 wird der See Guds als Grenze von Besitzungen des Klosters Walkenried erwähnt. Um 1323 wird Kuhz dem Nonnenkloster Boitzenburg geschenkt und seit 1328 als Pfarrdorf bezeichnet.

Aus Haßleben kommend erblickt man schon aus der Ferne die etwas erhöht stehende Kuhzer Kirche. Es ist eine der schönsten Feldsteinkirchen der Uckermark. Die schmalen hohen Chorfenster sind noch aus der ersten Bauzeit im 13. Jahrhundert erhalten. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1594. Der wunderschöne hölzerne Altaraufsatz aus dem Jahre 1697 ist zweigeschossig, der untere Teil ist von von Ranken umschlungene Kompositsäulen getragen, darüber befinden sich Säulen im toskanischen Stil. Das Ölgemälde im Mittelfeld des Altares aus dem Jahr 1697 zeigt das Abendmahl und die Kreuzigung, gemalt von M. Feriderig und M. Chr. Wegener.

In der Reformationszeit herrschte in Kuhz von Arnim-Boitzenburg. Im Dreißigjährigen Krieg (1600 - 1630) wurde Kuhz stark verwüstet und die ansässige Bauerngemeinde flüchtete. 1711 wurde Kuhz der Herrschaft von von Arnim-Krächlendorf unterstellt, die auch Patrone der Kirche waren. Die Separation im Jahr 1820 brachte den Umsturz der ländlichen Bewirtschaftungsweise und die Befreiung der Kuhzer Bauern von der Gutsherrschaft Krächlendorf.

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